Aktivitäten
Die Ethnologische Sammlung präsentiert:
"Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land"
Dauer: 18. Dezember 2011 bis 18. März 2012
Ort: Augustinermuseum, Gerberau 15, 79098 Freiburg
Empfehlung einer sehr sehenswerten Ausstellung ... die nicht nur die "Todeszone" und die Auswirkungen der Atomarkatastrophe zeigt, sondern auch einen ethnologischen und kulturhistorischen überblick über eine Region gibt, in der einst viele verschiedene Volksgruppen friedlich zusammenlebten, wie etwa Ukrainer, Juden, Polen, Tschechen, Russen und Deutsche bzw. Österreicher.
Aus dem Pressetext der Städtischen Museen zur Ausstellung:
"Tschernobyl ist heute, 25 Jahre nach dem Reaktorunfall, Synonym für Zerstörung.
Weite Gebiete wurden unbewohnbar, soviel ist allgemein bekannt. Aber wie sah die „Zone“ einst aus und wessen Heimat war sie? Die Ethnologische Sammlung stellt erstmals in Deutschland die reiche Kultur der Region Polissia vor, in deren Herzen die Stadt Tschernobyl liegt. Hier lebten einst unterschiedliche Nationalitäten und Glaubensgemeinschaften friedlich zusammen.
Alltagsgegenstände und rituelle Objekte, Zeichnungen aus der Zeit Napoleons, historische und neuere Fotografien, die bei Expeditionen vor und nach dem Gau entstanden, bieten intensive Einblicke in die Geschichte von Land und Leuten. Interviews mit Betroffenen und Filme ergänzen die Präsentation.
Für Erwachsene, Familien, Schulen und Kindergärten steht ein umfangreiches Vermittlungsprogramm zur Verfügung.
Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Museum für Ethnographie und Kunsthandwerk am Institut für Ethnologie der Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Freiburgs Partnerstadt Lemberg/Lviv, dem Studienzentrum für Geschichte und Kultur der osteuropäischen Juden, Kiew, und dem Institut für Handschriften an der Nationalen Vernadsky-Bibliothek der Ukraine, Kiew."
» Mehr zur Tschernobyl-Ausstellung
"Bitterer Maniok - Indianische Kulturen der Amazonasregion"
Dauer: 22.05. bis 30.01 2011
Ort: Naturmuseum, Gerberau 32, 79098 Freiburg, 2. OG
Bitterer Maniok (Manihot esculenta) ist eine alte indianische Kulturpflanze. Obwohl in unbearbeitetem Zustand wegen seines Blausäuregehalts giftig, ist er in weiten Regionen des Amazonischen Regenwaldes Grundnahrungsmittel. Im Kontext der Ausstellung dient „Bitterer Maniok“ auch als Metapher für die Zerstörung des Bodens und der Wälder Amazoniens, der Lebensgrundlage zahlreicher indianischer Ethnien.
Um den giftigen Bitteren Maniok genießbar zu machen, wurden die Wurzelknollen auf ästhetisch gestalteten Reibebrettern gerieben, gewässert und dann mit Hilfe kunstvoll geflochtener Schläuche ausgepresst. Die Ausstellung informiert im ersten Teil über die traditionelle Kultur ausgewählter indianischer Ethnien. Sie zeigt qualitätsvolle Alltags- und rituelle Gegenstände aus den Beständen der Ethnologischen Sammlung. Im zweiten Teil ist eine Dokumentation über die traditionelle, die koloniale und die heutige Nutzung der Ressourcen des Regenwaldes und seine fortschreitende Zerstörung sowie über die aktuelle Situation der indigenen Gruppen zu sehen. Somit verbindet die Ausstellung ethnologische, soziale, ökologische und naturkundliche Aspekte.
» Mehr zur Orinoco-Ausstellung
NEUERÖFFNUNG
Eröffnung am 4. Dezember 2009 durch Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon
Am ersten Öffnungstag, am Samstag, den 5. Dezember 2009, laden die
Städtischen Museen Freiburg zu einem Familientag, der um 11 Uhr durch
Bürgermeister von Kirchbach eröffnet wird, ins Naturmuseum ein.
Der Eintritt ist an diesem Tag frei.
Sonderausstellungen im Naturmuseum
„Evolution schafft Vielfalt“
05.12.2009 – 30.12.2010
Wanderausstellung zum Darwin-Jahr 2009 von Jorge Groß (Leibniz Universität
Hannover), Ulrich Kattmann (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
und Annette Scheersoi (Goethe-Universität Frankfurt), gefördert von
der Volkswagen-Stiftung .
"Zentralasien - Menschen, Städte, Landschaften"
Fotografien von Britta Wollenweber und Peter Franke
Dauer: 13.12.2009 bis 24.01.2010
Vernissage: Sonntag 13.12.2009, 11.00 Uhr
Veranstalter: Naturmuseum und West-Ost-Gesellschaft Südbaden e.V.
Demnächst mehr zur Neukonzeption.
RÜCKBLICK
Das vergangene Jahr war für das Adelhausermuseum mit seinen beiden Abteilungen Völkerkunde und Naturkunde aufregend und abenteuerlich. Beim Kampf um den Erhalt des Museums mit BEIDEN Abteilungen haben neben den rührigen Mitgliedern des Freundeskreises und den Museumsleuten auch viele, viele andere, Privatpersonen und Unternehmen, sich aktiv für Ihr Museum eingesetzt.
So konnten fast 26.000 Unterschriften für den Erhalt gesammelt und bei der Stadt Freiburg eingereicht werden.
Tatkräftig unterstützt wurden Freundeskreis und Museum in Ihren Bemühungen auch von der Freiburger Gastronomie und Geschäftswelt, Lokalpolitikern, Vereinen, wie z.B. auch dem "Badischen Landesverein für Naturkunde und Naturschutz e.V.", zahlreichen Schulen und Kindergärten, die sich für den Erhalt einer für sie ansprechenden und anregenden naturkundlichen (Stichwort u.a. "Küken" und "Spinnen") und völkerkundlichen (Stichwort u.a. "Indianer" und "Afghanistan") einsetzten, vom Kulturdezernat und nicht zuletzt von der von einem breiten Bündnis von Kulturinteressierten und Kulturschaffenden in Freiburg getragenen Initiative "Kultur Macht Reich".
Das Museum der Herzen konnte durch all diese Unterstützung vor der kompletten Schließung gerettet werden.
Das Haus in der Gerberau erhält in den nächsten zwei Jahren eine komplette Brandschutzsanierung. In der Interimszeit kann das Museum der Herzen im Exil an der Planung der Ausstellungen im neuen Haus arbeiten.
Leider erhält die Völkerkunde mit ihren wertvollen und international bekannten Sammlungen von Kust und Kulturobjekten aus aller Welt, darunter auch Asiatica und Aboriginal Art, die mit einigen Kunstobjekten weit größerer europäischer Museen ohne Weiteres mithalten können, hier nur begrenzte Ausstellungsmöglichkeiten.
Die Haus in der Gerberau soll in erster Linie der Naturkunde zur Verfügung stehen.
Immerhin konnte die Mehrheit des Gemeinderats aufgrund der Aktivitäten der vergangenen Jahre davon überzeugt werden, die Völkerkunde und damit auch die verbundenen zahlreichen Stiftungen aus der Freiburger Bevölkerung nicht ganz aus Freiburg zu verbannen bzw. sie nicht völlig unter Verschluss zu halten.
Darüber freuen wir uns!
Die Völkerkunde wird nach dem jüngsten Gemeinderatsbeschluss vom März 2008 ein Museum in Bewegung sein, das neben Räumen in der Gerberau auch in anderen städtischen Museen sowie insbesondere in der geplanten großen Ausstellungshalle im Augustinermuseum Sonderausstellungen präsentieren wird.
Mittelfristig ist hier natürlich ein eigenes Haus für die Völkerkunde sinnvoll. Setzen wir uns auch dafür ein!
» Pressestimme dazu (BZ vom 19. März 2008)
Rückblick auf die Unterschriftensammlung 2007
» Downloads von Infos und Unterschriftenlisten
Unser Freundeskreis unterstützt das Adelhausermuseum aktiv und das ist heute nötiger denn je.
Am 15. Mai 2007 soll der Haushalt der Stadt Freiburg
für die Jahre 2007 und 2008 verabschiedet werden.
Die Fraktionen von Junges Freiburg/Die Grünen, CDU und Freien Wählern
haben hierzu den Antrag gestellt, die Mittel für das Adelhausermuseum
auf weniger als die Hälfte zu reduzieren. Gleichzeitig soll die Naturkundliche
Abteilung an den Mundenhof verlagert werden. Für diese Verlagerung werden
allerdings keine Gelder bereit gestellt, von der Völkerkunde-Abteilung
ist schon gar nicht mehr die Rede.
Sollte dieser Antrag am Dienstag, 15. Mai eine Mehrheit im Gemeinderat
finden,
ist dies das endgültige Aus
für das Freiburger Adelhausermuseum – Natur- und Völkerkunde!
Noch vor einem Jahr hat der Gemeinderat im Rahmen der vorgesehenen
Museumsentwicklung fraktionsübergreifend den bildungspolitischen Auftrag
des Adelhausermuseums bestätigt und eine Neukonzeption als familienorientiertes
Museum in Auftrag gegeben.
Diese Konzeption liegt vor. Danach soll ein baulich erneuertes Museum
den Reichtum der Natur und die Vielfältigkeit der Kulturen sowie das
Zusammenspiel von Natur und Mensch vermitteln. Das Museum greift damit zwei
wesentliche Säulen des Selbstverständnisses der Stadt Freiburg
auf: Ökologie und Interkultur. Hauptziele sind die frühe Erreichbarkeit
des jungen Publikums und ein begleitendes Betreuen aller Altersgruppen in
Fragen der Natur- und Umweltkenntnis sowie der interkulturellen Begegnung.
Der inhaltliche Anspruch soll in vier Themenbereichen behandelt werden:
"Entwicklung der Erde und des Lebens", "Naturräume,
Kulturräume
und Lebensräum", "Miteinander leben" und "Wechselwirkung
Mensch – Natur". In den Themenbereichen finden sich sowohl naturwissenschaftliche
Kategorien (Evolution, Geologie, Biologie etc.) als auch ethnologische
Fragestellungen (Alltag und Feste, Mythen, Kult und Religion etc.)
wieder. Die Themenschwerpunkte
ermöglichen zahlreiche Bezüge zu gesellschaftsrelevanten und aktuellen
Fragestellungen. Die Vermittlung spielt im vorliegenden Konzept "Museum
Natur & Kultur"
eine wesentliche Rolle.
Wenn es um die altersspezifische Vermittlung geht, ist
insbesondere die Museumspädagogik des Adelhausermuseums angesprochen.
Diese Institution leistet seit Jahren die erfolgreichste Arbeit unter
den Freiburger museumspädagogischen Abteilungen. Darüber hinaus
hat sie einen Ein-zugsbereich, der weit über die Grenzen Freiburgs hinausreicht – über
Schulen und Kindergärten aus Titisee-Neustadt, Weil am Rhein bis in
den Raum Offenburg und ins benachbarte Elsass. Neben Kindergärten und
Schulen nutzen auch Ausbildungseinrichtungen für Lehrerinnen und Lehrer
die vielfältigen Angebote der Museumspädagogik. Als aktuelles Beispiel:
Das Seminar "Didaktik und Lehrerbildung Offenburg" hat sich mit
einer Gruppe von Lehramtsanwärtern zu einer Einführung in eine
lehrplanbezogene und fächerübergreifende Museumsarbeit mit Schulklassen
angemeldet (neu im aktuellen Lehrplan MeNuK – Mensch - Natur und Kultur).
Erste Schritte auf dem Weg hin zu einem neuen Museum an der Gerberau
sind bereits gemacht. In den jetzigen Museumsräumlichkeiten im Erdgeschoss
(Gerberau 32) werden bis zur Sanierung des Gebäudes bewährte (z.B.
"Vom Ei zum Küken", Edelsteinkabinett) sowie natur- und völkerkundliche
Ausstellungen und experimentelle Ausstellungsprojekte mit Werkstattcharakter
gezeigt. Auch einzelne Anregungen aus der Neukonzeption sollen während
dieser Zeit erprobt werden. Die ausgewiesenen Zielgruppen sind dabei
Kinder, Schulklassen und Familien.
Wir sind der Ansicht, dass diese Idee eine Chance im derzeitigen Museumsgebäude
bekommen sollte. Der Mundenhof ist hierbei keine Alternative. Zudem
ist er im normalen Schulalltag für Schulklassen und Kindergärten
nur schlecht (bzw. mit Unterrichtsausfällen verbunden) oder gar nicht
mit öffentlichen
Verkehrmitteln zu erreichen.
Wir bitten Sie deshalb, kämpfen Sie mit uns für den Erhalt des Museums im Herzen Freiburgs!
Was können Sie tun?
- Informieren Sie Ihr Umfeld über die beantragte Schließung des
beliebten Museums (z.B. Lehrerkollegium, Elternvertretung in den Kindergärten),
rufen Sie zu Protest dagegen auf und tragen Sie sich bitte in die u.a. im
Adelhausermuseum ausliegen-den Unterschriftenlisten ein – jede einzelne
Unterschrift ist extrem wertvoll!
(Falls Sie nicht im Museum vor Ort unterschreiben können, laden Sie
sich Unterschriftenlisten hier herunter, drucken Sie sie aus und
unterschreiben Sie
» Downloads von Infos und Unterschriftenlisten
und lassen Sie Freunde und Kollegen unterschreiben und
schicken
Sie die Liste ans Museum zurück - die Museumsadresse steht auf den
Listen.)
- Schreiben Sie an die Fraktionen von Junges Freiburg/Die Grünen, CDU
und Freie Wähler und fordern Sie diese auf, ihren Antrag zurückzuziehen
Postanschrift: <<Name der Fraktion>>, Rathausplatz 2-4, D-79098
Freiburg.
Senden Sie Ihre Schreiben und/oder e-Mails bitte auch in Kopie an das
Adelhausermuseum – Natur- und Völkerkunde, Gerberau 32, D-79098
Freiburg
(eMail-Adresse: adelhausermuseum@stadt.freiburg.de ).
- Rufen Sie Ihnen bekannte Gemeinderäte von Junges Freiburg/Die Grünen,
CDU und Freie Wähler an und überzeugen Sie sie von der Notwendigkeit
des Fortbestandes des Adelhausermuseums sowie der Neukonzeption als Familienmuseum
im Museumsgebäude an der Gerberau 32 (Kontaktadressen in der Anlage).
- Demonstrieren Sie am Freitag, 20.04.2007 um 12.00 Uhr mit Ihren Schulklassen
oder Kindergartengruppen auf dem Augustinerplatz für den Erhalt des
Adelhausermuseums.
Für Ihr Engagement danken Ihnen schon jetzt der Freundeskreis sowie
viele, viele Freiburgerinnen und Freiburger – Kinder, Jugendliche und
Erwachsene – denen
das Adelhausermuseum am Herzen liegt.
Wenn Sie sich gegen die aktuelle Schließung bzw. den Abbau des ethnologischen Teils des Museums engagieren möchten, schreiben Sie uns an:
» offener.brief@adelhausermuseum-freundeskreis.de
Laden Sie sich die als PDF vorliegenden Schreiben und Unterschriftenliste herunter. Sie können auch Ihrerseits die als PDF für den Download vorliegenden Unterschriftenlisten ausdrucken und auslegen oder verteilen. Bitte die ausgefüllten Listen dann päckchenweise bzw. briefweise an das Museum oder die Museumspädagogik senden (Adresse ist jeweils auf jedem Blatt aufgeführt).
» Offener Brief an die Fraktionen des Gemeinderats, März 2007 (PDF, Download)
» Schreiben des Freundeskreises zur geplanten Schließung, März 2007 (PDF, Download)
» Anlage zum Schreiben des Freundeskreises, März 2007 (PDF, Download)
» Unterschriftenliste des Freundeskreises (Vorlage), März 2007 (PDF, Download)
» Amtsblatt der Stadt Freiburg vom 31. März 2007 (PDF, Download)
» Artikel der Badischen Zeitung Freiburg vom 31. März 2007 (PDF, Download)
» Text
des Offenen Briefes vom März 2006 (Word, Download)
» Antwort Bürgermeister
Kirchbach, Stadt Freiburg vom Mai 2006 (PDF, Download)
Neben
der aktiven Mitarbeit unserer Mitglieder bei *
Körner, Kult & Küche * Getreide in Natur und Kultur
* veranstaltete
der Freundeskreis 2005 einen erfolgreichen
Weihnachtsverkauf von
ethnologischer Kunst, hier (mit Online-Ausstellung)
» Garnbilder
der Huichol, zugunsten des Museums.
Die Benefiz-Online-Ausstellung bleibt bis auf Weiteres aufgrund
des großen Interesses weit über die Grenzen Freiburgs hinaus
bestehen.
Freundeskreis Adelhausermuseum
Freundeskreise Naturmuseum
und Ethnologische Sammlung



